Courage Attack(e)

Als ich 1997 an Panikattacken erkrankte, fühlte ich mich vollkommen allein auf dieser Welt und unendlich hilflos. Ich hatte keinen Orientierungspunkt mehr. Ich hätte viel darum gegeben einen Menschen zu kennen, der mich versteht. Aus diesem Grund habe ich das Buch geschrieben. Ich möchte anderen Menschen, die Panikattacken haben, Mut machen und zeigen, dass es sich lohnt hinzusehen, was diese Angst sagen möchte.

panikattacken überwinden

Über das Buch

Ich selbst war in den Jahren 1997 bis 2000 an Panikattacken erkrankt. Diese Erkrankung war für mich nicht greifbar. Ich fiel in ein Loch und fühlte mich in der Gummizelle Panik gefangen. I wurde bewegungslos. Die Angst lähmte mich.

Menschen, die noch nie eine Panikattacke hatten, verstehen eine solche Erkrankung nicht. Meine Familie sagte, “ich kann mir das gar nicht vorstellen”. Niemand um mich herum hat mich verstanden. Die Panikattacken hatten mir zeitweise beinahe meinen Verstand geraubt. Aber ich habe nicht aufgegeben. Seit 2017 bin ich vollkommen frei von Panikattacken. Ich kann mich überall hin bewegen ohne Angst. Egal wohin und egal wie (zu Fuß, per Zug, mit dem Flugzeug …); die Entfernung spielt auch keine Rolle. Im Buch “Courage Attack(e)” zeige ich meinen Weg in die Angst hinein und wie ich die Angst überwunden habe.

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, und das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.

Zitat von Perikles (um 500 – 420 v. Chr.), athenischer Politiker und Feldherr

Auszug aus dem Inhalt

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Meine erste Panikattacke

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Die Zeit danach

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Mein Weg in die Angst

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Meine Erziehung

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Reaktionen

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Die Psychotherapie

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Orte der Panik

Vorwort

– Auszug –

Ich bin eine Angstpatientin mit Panikattacken.

Ich wurde im September 1966 geboren und berichte aus der Sicht einer Betroffenen, aus meiner Sicht, über die Angststörung Panikattacke. Wissenschaftlich fundierte Thesen oder Fakten werde ich keine darlegen.
Ich stelle meinen Weg in die Angst und meinen Weg aus der Angst heraus vor.
Mein Ziel ist es Menschen, die unter Panikattacken leiden Mut zu machen. Sie sollen sehen, dass sie nicht allein sind und erkennen, dass es einen Weg aus der Panikattacke gibt. Sie müssen sich auf die Suche machen.

Als ich 1997 an Panikattacken erkrankte, fühlte ich mich vollkommen allein auf dieser Welt und unendlich hilflos. Ich hatte keinen Orientierungspunkt mehr.

Es waren zwar immer Menschen um mich herum: mein damaliger Ehemann, meine Eltern, meine Schwester, meine Freunde, meine Kollegen. Einige versuchten mir Mut zuzusprechen, andere hatten Mitleid, wieder andere offenbarten mir ihre Verständnislosigkeit oder Hilflosigkeit mit diesem Thema.

Bemitleidet werden hilft nicht weiter. Verständnislosigkeit und Hilflosigkeit hilft auch nicht weiter. All das drängte mich noch viel stärker in die Angst hinein und ich war noch ver-zweifelter und hilfloser. Ich habe die Welt nicht mehr ver-standen und alles andere auch nicht mehr. „Was soll das?“ „Hat diese Angst irgendwann einmal ein Ende?“ habe ich mich immer und immer wieder gefragt.

Ich hätte mir damals gewünscht einen Menschen zu kennen, der mich versteht und der nachvollziehen kann, was mit mir passiert. Aber nicht ein einziger Mensch in meiner unmittel-baren Umgebung konnte auch nur ansatzweise verstehen oder nachvollziehen, was eine Panikattacke ist und was sie mit mir macht. Das haben mir die Menschen um mich herum immer zu verstehen gegeben. Die Angst sperrte mich ein und drohte mir den Verstand zu rauben. Die meisten sagten im-mer nur zu mir: „Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen“.

Jeder Mensch hat einen anderen, seinen eigenen Weg aus der Angst heraus. In meinen Augen gibt keinen Standardweg wie man aus der Angst herauskommt. Es gibt auch keinen X-Punkte-Plan oder ähnliches. Jeder muss lernen auf sich selbst zu achten, auf sich selbst aufzupassen und tief in sich hinein-hören: Was tut mir gut, was tut mir nicht gut. Diese Frage stelle ich mir immer und immer wieder. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich mir klar werden musste, was gut für mich ist und ich in kleinen Schritten gelernt habe, das zu tun, was wirklich gut für mich ist. Das ist richtig harte Arbeit. Und mit einem X-Punkte-Plan innerhalb von X-Wochen, ist das in meinen Augen nicht zu bewältigen. Schließlich haben sich die Gründe, warum man eine Panikattacke / eine Angststörung bekommen hat, über Jahre hinweg subsummiert. Bis die Falle zugeschnappt hat. So war das bei mir.
Ich bin überzeugt davon, dass es für jeden Panikattackepati-enten (sofern keine weiteren medizinischen und psychischen Diagnosen dazu kommen) einen Weg aus der Angst heraus bzw. einen Weg gut mit der Angst leben zu können, gibt.

Machen Sie sich auf die Suche. Sie werden diesen Weg finden. Schwere Arbeit ist angesagt. Sie sollten stets im Blick haben, dass die Suche Zeit benötigt, mit vielen Tränen verbunden und emotional sehr schmerzhaft ist und Sie sollen / müssen sich diese Zeit nehmen. Sie haben sich kein Bein gebrochen, das nach ein paar Wochen wieder zusammen-wächst. Wenn Sie eine Angststörung haben, dann haben Sie eine psychische Beeinträchtigung, mit der sie meines Erachtens aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit lernen können zu leben.

Kapitel

Seiten

Jede/r hat seinen eigenen Weg aus der Angst heraus. Man muss ehrlich sein zu sich selbst, genau hinsehen und auf die innere Stimme hören.

Über mich.

Karin Schloß

Ich wurde im September 1966 geboren. In den Jahren 1997 bis 2000 litt ich unter Panikattacken. Seit 2017 bin ich komplett “angstfrei”.

In meinem beruflichen Leben habe ich 10 Jahre als Ausbilderin für psychisch erkrankte Jugendliche gearbeitet, danach 3 Jahre als berufliche Trainerin für Menschen, die im Beruf psychisch erkrankten und 5 Jahre auf einer öffentlichen Beratungsstelle u.a. auch für psychisch kranke Menschen.

Was die Angst mit Menschen macht ist mir sehr vertraut. Ich habe es aus der Angst heraus geschafft. Darüber bin ich sehr froh. Ich kann jeden nur ermutigen, seinen eigenen Weg zu gehen. Danach steigen Sie wie “Phönix aus der Asche”.